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Passivhaus100 - So kommen Sie zu Ihrem individuellen Energiespar-Haus

Die Bau-Revolution marschiert

In der letzten Kabinettssitzung der vergangenen Legislaturperiode hat die schwarz-gelbe Koalition noch einmal Hausbesitzer belastet. Ab dem Jahr 2015 müssen alle 30-Jahre alten Öl- und Gasheizungen stillgelegt werden. Auch die Effizienzanforderungen für Neubauten werden ab dem Januar 2016 um 25 Prozent angehoben. Der Wärmebedarf soll durch eine bessere Gebäudedämmung um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt werden. Bestandsgebäude sind von diesen Verschärfungen ausgenommen. Für sie gelten noch die alten Regelungen.

Wer heutzutage ein neues Haus bauen will, sollte auf Niedrigenergiehäuser oder sogenannte Null-Energie-Häuser setzen. Bereits 2010 wurde diese Revolution im Bundesgesetzblatt verkündet. Alle Gebäude, die ab 2021, also in acht Jahren gebaut werden, müssen Null-Energie-Häuser sein. Das bedeutet, sie dürfen nicht mehr Energie verbrauchen, als sie auch produzieren.


Jedes Haus, das heute gebaut wird und nicht diesen Anforderungen entspricht, ist ein Altbau. Dabei ist der Bau eines Passivhauses nicht neu. So ist bereits der Palast von Knossos auf Kreta zwischen 2100 und 1800 vor Christus nach den Prinzipien eines Niedrigenergiehauses gebaut worden:

  • Die Innentemperatur stieg nie über 24 ° Celsius
  • Der Palast verfügte über eine Luftentfeuchtung aus speziellen Steinen, die Feuchtigkeit speicherten
  • Die 800 Zimmer des Hauses wurden durch Materialien, Lage und Anordnungen der Räume klimatisiert.

Passivhaus

Heute darf nur ein Gebäude als Passivhaus bezeichnet werden, das einen Heizenergiebedarf von 10 kWh/m²a nach „PHPP“ (PassivHausProjektierungsProjekt) unterschreitet (siehe Energiepass in PPT).

Um ein Haus effektiv zu nutzen, ist der Verlust der Wärme durch Dämmen, kompakte Bauweise, Komfortlüftungsanlagen und Luftdichtheitstest so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig kann man durch die Ausrichtung eines Hauses nach der Sonne den Nutzen die Sonnenenergie oder der Sonnenwärme erhöhen.

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten ein Haus zu dämmen - von Stahlbeton, über Porenziegel oder Vollholz bis zum Block Dämmstoff. Um aber den sogenannten U-Wert der Dämmung eines 11,6 cm dicken Blockstein zu bekommen benötigt man entweder 52 Zentimeter Vollholz (Fichte), 80 Zentimeter dicke Porenziegel oder 920 Zentimeter oder um es deutlicher zu machen eine 9 Meter und 20 Zentimeter dicke Stahlbetonwand.

Wieviel leichter ist da das Bauen mit dem Blockstein. Zuerst wird die Bodenwanne mit Beton ausgegossen, dann kommt die erste Schicht der Blocksteinen drauf und dann noch eine Schicht Beton. Gleichzeitig ist das Bauen mit den Blöcken so leicht wie im Kindergarten Häuser aus Klötzen zu bauen. Block kommt auf Block. Alles passt ineinander. Wenn der Keller fertig ist, werden die Hohlräume zwischen zwischen  Außen- und Innenwand mit Beton gefüllt. Dann wird Geschoss für Geschoss in gleicher Weise errichtet – bis zum Dach.

Wie mache ich aus einem Passivhaus ein Energie-Plus-Haus?

Das Wichtigste beim Bau eines Hauses ist das Wohlbefinden des Menschen. Behaglich fühlen Männer und Frauen sich zwischen 21 und 23°Celsius und bei guter Luftqualität. Dafür sorgt dann die Lüftungs-und Haustechnik. Die Lüftungsanlage sorgt sowohl für warmes Wasser, aber auch eine angenehme Raumtemperatur. Dabei ist zu berücksichtigen, dass jeder Mensch zwischen 100 und 150 Watt Energie abgibt. Alleine ein Teelicht erzeugt 30 Watt. Wenn nun auf ein Passivhaus, was sich selbst versorgt, noch eine Solaranlage gebaut wird, so ist es bereits ein Energie-Plus Haus.